Ein Handy ist kein Ersatz für ein UKW/GMDSS-Funkgerät an Bord. Durch dieses Mißverständnis hat sich schon Mancher in gefährliche Situationen gebracht. Neben allen streitbaren Argumenten wie z.B. mangelnde Netzabedeckung gibt es zwei Fakten, die sich nicht von der Hand weisen lassen: Wenn ich einen Notruf mit dem Handy absetze, kann mich kein Schiff, das vielleicht in rettender Nähe ist, hören, und mir daher nicht spontan zur Hilfe eilen. Eine Einpeilung eines Handysignals zur Standordbestimmung des Havaristen ist im Notfalle gleichfalls nicht möglich.
Allein die Sprechfunk-Kommunikation von Schiff zu Schiff oder von Schiff zu Land per Funk bietet dem Schiffsführer alle Optionen. Jeder Funknotruf mit detaillierten Angaben zu Art der Notlage ist wirksamer als die rote Signalrakete – das ist Ihre Sicherheit. Wenn Sie sich darüber hinaus mittels GMDSS noch an das weltweite Seenot-, Such- und Rettungssystem anschließen, haben Sie alles getan, was Sie nach dem derzeitigen Stand der Technik für Ihre und Ihrer Crew Sicherheit tun können.
Neben diesen Sicherheitsaspekten bietet dieses Verfahren auch ein hohes Maß an Komfort. Auf diese Weise können Sie jederzeit die Belegung von Häfen erfragen, sich individuelle Ansteuerungshilfen holen, oder aktuelle Wetter- und Verkehrsinformationen erlangen. Im Falle von unsichtigem Wetter können Sie auf diesem Wege sogar Radar-Leitung von den entsprechenden Verkehrszentralen anfordern.